30.01.2025 | Nachruf Katechetin Irene Brand
Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?
Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?
Psalm 27,1
Kleine Frau mit großem Herzen | Katechetin Irene Brand | * 03.01.1934 +16.11.2024
Unter dem Wort aus Psalm 27,1 stand am 23. November 2024 die Trauerfeier für Irene Brand, die langjährige Katechetin der Kirchengemeinde Reinshagen (bei Güstrow). Am 16. November 2024 war sie, wenige Wochen vor ihrem 91. Geburtstag, in Dreieinigkeit, ihrem Zuhause, friedlich eingeschlafen, bis zuletzt liebevoll umsorgt von ihrer Familie.
Geboren wurde sie 1934 in Lodz. Sie war 5 Jahre alt, als der Krieg begann, an dessen Ende die Flucht der Familie stand und die Zuflucht in Dreieinigkeit bei Tolzin. Dieser Ort sollte später, über Umwege und Fügungen, ihr Zuhause werden. Von hier aus wirkte sie mehrere Jahrzehnte segensreich als Katechetin in der Kirchengemeinde.
Ursprünglich hatte sie Lohnbuchhaltung gelernt. Dann bot sich ihr die Möglichkeit, in der Kirche mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Sie machte eine Ausbildung zur Katechetin am Burckhardthaus Berlin. Bis zum Beginn des Ruhestandes wirkte sie in der Kirchengemeinde Reinshagen.
Ihr Beruf war für Irene Brand ihre Berufung. Generationen von Christenlehrekindern hat sie geprägt und ins Leben begleitet – mit einem großen Herz für Kinder. Unvergessen ist ihre Begabung für das Erzählen biblischer Geschichten: „Sie konnte so erzählen, dass ich dachte: Sie muss dabei gewesen sein.“ Und dass am Heiligabend für die Kinder kleine Geschenke in der Krippe liegen, ist eine Tradition, die sie begonnen und weit über den Ruhestand hinaus selbst gepflegt hat.
In der Kirchengemeinde und im Gottesdienst war Irene Brand zuhause – nicht nur durch ihren Beruf. Die Psalmen hat sie besonders geliebt und ihr Leben als Gebet verstanden: Als Antwort auf die Zuwendung Gottes, die ihr gerade in diesen Worten besonders nahe war.
Möge sie nun in seinem Frieden ruhen.
i. A. Joachim Voss