Pommerscher Kirchenkreisrat: Hoffnungszeichen für vielfältiges Glaubensleben
20.02.2025 · Weitenhagen. Sitzung des Pommerschen Kirchenkreisrats: Unterstützung für Lobpreisabende, für Chorprojekt und für „Glück im Topf“ / Mittelvergabe aus Baufonds und Glücksspirale / Anträge an Denkmalfonds
Der Kirchenkreisrat (KKR) des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) beschloss in seiner jüngsten Sitzung, die im „Haus der Stille“ in Weitenhagen stattfand, die Kirchengemeinde Penkun mit einem Zuschuss in Höhe von 500 Euro aus dem Etat „Initiativen und Projekte“ zu unterstützen. Die Mittel kommen einem Projekt zugute, bei dem ehrenamtlich Lobpreisabende veranstaltet werden. Diese Lobpreisabende sind eine besondere Form der Andacht mit Musikern und Bandbegleitung, mit gesungenen Gebeten und musikalisch getragenen geistlichen Impulsen. Die Lobpreisabende finden im Süden der Propstei Pasewalk in verschiedenen Kirchengemeinden statt und ergänzen die regionale kirchliche Arbeit. Mit bis zu 75 Teilnehmenden erfreuen sich die Lobpreisabende großer Beliebtheit. Das Engagement der jungen Ehrenamtlichen, die diese Abende organisieren, sei „ein starkes Hoffnungszeichen, dass ein vielfältiges Musik- und Glaubensleben bei uns in der Region möglich ist“, so Pastorin Daria Szkudlińska in ihrem Schreiben an den Kirchenkreisrat.
Liederbücher für Jugendchor
Ebenfalls 500 Euro aus dem Fonds „Initiativen und Projekte“ bewilligte der Kirchenkreisrat der Kirchengemeinde Krummin-Karlshagen-Zinnowitz für ein neu initiiertes Chorprojekt. Die Gemeinde möchte neue Liederbücher erwerben, um mit dem Chor, der sich vor allem aus Kindern und Jugendlichen zusammensetzt, ein Repertoire einzuüben, das zu besonderen Anlässen in diesem Jahr, wie der Konfirmation und dem Gemeindefest im Sommer, aufgeführt wird. Entstanden ist der Projektchor aus den Proben zu einem Weihnachtsmusical. Die neuen Liederbücher sollen auch für ein weiteres Vorhaben der Kirchengemeinde Verwendung finden. Dabei handelt es sich um das Familienprojekt „Spiel, Spaghetti und Segen“, das in der Kirchengemeinde seit September monatlich erprobt wird und an dem sich regelmäßig bis zu 30 Personen beteiligen, wie Pastorin Tabea Bartels in ihrem Antrag an den KKR berichtete.
Stadtteilfest in Greifswald
Wie in den vergangenen Jahren unterstützt der pommersche Kirchenkreis auch 2025 erneut das Projekt „Glück im Topf“ der Greifswalder Johannes-Kirchengemeinde mit 500 Euro aus dem Etat „Initiativen und Projekte“. Die Kreativ- und Erlebniswoche „Glück im Topf“ findet vom 28. bis 31. Juli im Stadtteil Schönwalde I statt. In den zurückliegenden Jahren hätten täglich zwischen 350 und 400 Kinder und Erwachsene die Veranstaltungen dieses Stadtteilfests wahrgenommen, hieß es in der Begründung zum Beschluss des KKR. Das Projekt richte sich an Menschen aus verschiedenen Milieus und mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. „Die Menschen aus dem Stadtteil sind aktiv an der Gestaltung des Projekts beteiligt und kommen über das Projekt mit der Kirchengemeinde und der christlichen Botschaft in Kontakt“, so die Beschlussbegründung.
PEK-Baufonds 2025
In mehreren Beschlüssen bestätigte der Kirchenkreisrat bezüglich der Vergabe aus dem PEK-Baufonds 2025 die vom Bauausschuss befürwortete Mittelvergabe. Demnach stehen für Baumaßnahmen aus dem PEK-Baufonds 2025 „Pfarr-und Gemeindehäuser“ in der Propstei Demmin 46.974,58 Euro, in der Propstei Stralsund 30.000 Euro und in der Propstei Pasewalk 35.000 Euro zur Verfügung. Insgesamt handelt es sich bei den genannten Mittelvergaben um vier Bauvorhaben. Die Bandbreite reicht dabei von der Fenstererneuerung bis zur Dachsanierung. Im Fonds „Pfarr-und Gemeindehäuser“ verbleiben Restmittel für Maßnahmen, die außerhalb der regulären Antragsfrist beantragt werden. Zudem beschloss der KKR, ebenfalls der Empfehlung des Bauausschusses folgend, die Beauftragung eines Sanierungsgutachtens für die Kirche Papendorf, das aus dem Fonds „Sonstige Kirchen“ finanziert wird.
Mittelvergabe aus Glücksspirale
Wie im Jahr 2024 wird auch in diesem Jahr der jährliche Zuschuss aus Lottomitteln der Glücksspirale für Nicht-Patronatskirchen verwendet. Es handelt sich dabei um eine Summe in Höhe von 25.000 Euro. Die Vergabe erfolgt durch Einzelbeschluss des KKR auf Empfehlung der Bauabteilung und des Bauausschusses. Die Gewährung dieser Förderung setzt voraus, dass die Gesamtfinanzierung zustande kommt und die Maßnahme aufgrund der vorgeschriebenen Abrechnungsmodalitäten innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden kann. Der Kirchenkreisrat folgte der Empfehlung des Bauausschusses und beschloss, die Mittel aus der Glücksspirale zugunsten der Kirche Rossin zu vergeben, um dringend notwendige Stabilisierungsarbeiten durchzuführen.
Anträge an den Denkmalfonds
Der Kirchenkreisrat beschloss, der Befürwortung des Bauausschusses folgend, für insgesamt sieben Sanierungs- und Restaurierungsvorhaben Anträge an den Denkmalfonds 2025 der Nordkirche zu stellen. Die Gesamthöhe der beantragten Zuschüsse beträgt 55.204,20 Euro. Konkret handelt es sich bei den vielfältigen Maßnahmen um die Restaurierung von Kunstgegenständen in der Kirche Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen), den Blitzschutz am Turm und den Transport historischer Särge in der Kirche Vilmnitz (Landkreis Vorpommern-Rügen), die Sanierung der Langhauswände der Kirche Poseritz (Landkreis Vorpommern-Rügen), die Teilsanierung der Fassade der Kirche Garz (Landkreis Vorpommern-Rügen), die Restaurierung der Gestühlswangen in St. Bartholomaei Demmin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) sowie um die Restaurierung der Kapelle I im Greifswalder Dom St. Nikolai (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Die Gesamtkosten für die Umsetzung der genannten Vorhaben belaufen sich auf mehr als 400.000 Euro.
Weitere Themen
Ausführlich diskutierte der Kirchenkreisrat das Eckpunktepapier „Christliche Gemeinde im Wandel gestalten“, das ein Beitrag zum Zukunftsprozess innerhalb der Nordkirche ist. Erläutert wurde das 25-seitige Eckpunktepapier von Pastor Andreas W. Lüdtke, der zeitweise als Gast an der Sitzung teilnahm und Mitglied einer Steuerungsgruppe des Zukunftsprozesses ist.
Der KKR entsandte den Synodalen Paul Witt in den Vergabeausschuss für die Unterstützung Drittmittel geförderter Stellen im gemeindepädagogischen Arbeitsfeld. Bisher war KKR-Mitglied Angelika Beyer Mitglied in diesem Ausschuss. Sie schied auf eigenen Wunsch aus dem Gremium aus. Der Kirchenkreisrat dankte ihr für ihr Engagement.
Der KKR befasste sich in seiner Sitzung außerdem unter anderem mit dem weiteren Fortgang der Entwicklung des Energiewerks in der Nordkirche GmbH, mit den Planungen für die Frühjahrssynode, mit der Festlegung eines zusätzlichen Synodentermins am 8. November, mit Fragen zu Wahlverfahren, mit Personalfragen und Stellenbesetzungen, mit der Zuordnung von Mitarbeitenden im Kirchenkreis sowie mit dem aktuellen Bericht aus der Finanzabteilung.
Die nächste Zusammenkunft des pommerschen Kirchenkreisrats findet am 11. März 2025 statt.
Quelle: PEK (sk)